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Xylit – Vorkommen, Herstellung und Eigenschaften

Xylit Vorkommen

Xylit kommt in vielen Früchten und Gemüsen vor, welche wir täglich zu uns nehmen. Xylit wird sogar täglich in unserer Leber als Neben-produkt im Stoffwechselprozess produziert (5 - 15g täglich). Xylit ist daher unserem Körper durchaus bekannt, was die Verstoffwechslung vereinfacht, wenn es mit der Nahrung aufgenommen wird.

 

 

Xylit Herstellung 

Xylit wird durch Hydrolysevon Xylose (Holzzucker) aus Pflanzen-fasern bzw. Baumrinde gewonnen, danach gereinigt und gefiltert, woraus sich feine, weisse, kristalline Körnchen bilden.

 

Xylit Eigenschaften

Xylit sieht aus wie Zucker (Saccharose) schmeckt wie Zucker, und hat die gleiche Süsskraft wie Zucker. Sie können Xylit wie herkömmlichen Zucker verwenden, zum Süssen, zum Kochen und zum Backen. 

Xylit ist daher der ideale Zuckerersatz.

 

Ergänzende Informationen über die Eigenschaften von Xylit

  • Kalorien: Ein grosser Unterschied zu Zucker ist, dass Xylit bloss 2,4 Kalorien pro Gramm enthält – also etwa 40% weniger Kalorien als herkömmlicher Zucker – und damit ein idealer Zuckerersatz darstellt, nach dem Motto: Süssen mit gutem Gewissen!
  • Mengenangaben von Zucker in Rezepten können eins zu eins für Xylit übernommen werden. Die Süsskraft des Xylits beim Kochen oder Backen bleibt erhalten. Persönliche Erfahrungen beim Kochen und Backen: meist reichen 70% Xylit der angegebenen Menge Zucker im Rezept.
  • Besonderheit von Xylit ist der Umstand, dass nur etwa ein Drittel der Kohlenhydrate vom Körper verwertet wird, der Rest gelangt unverarbeitet in den Darm. Dort kann es beim Konsum von grösseren Mengen Wasser ziehen und deshalb leicht abführend wirken. Es gibt in diesem Zusammenhang keine Richtmengen, ab welchen Xylit abführend wirkt.
  • Empfohlene Tagesdosis ist abhängig von Alter und Körpergewicht. Bei Kindern ab 3 Jahren und Erwachsenen gilt als guter Massstab 0,5–1,0g Xylit pro Kilogramm Körpergewicht. Bei 60 kg Körpergewicht können somit bedenkenlos 30–60g Xylit pro Tag konsumiert werden. Bei Kindern unter 3 Jahren ist wie bei vielen anderen Lebensmitteln auch, Vorsicht geboten: Beginnen Sie mit sehr geringen Mengen und beobachten Sie allfällig auftretende Symptome.
  • Im Gegensatz zu anderen Zuckeraustauschstoffen (welche alle abführend wirken können), gewöhnt sich der Körper nachweislich an Xylit. Nach einer Angewöhnungsdauer von ca. 4 Wochen kann Xylit in grösseren Mengen eingenommen werden. Bei wissenschaftlichen Langzeitstudien zwischen 1972–1974 an der Universität Turku in Turku, Finnland, gab es normalgewichtig Erwachsene, welche täglich 200g Xylit ohne abführende Symptome einnehmen konnten!
  • Xylit hat einen 10x geringeren Blut-Glukose-Anstieg als herkömmlicher Zucker. Das ist vor allem für Sportler wichtig, da dieser Umstand eine länger anhaltende Leistungsfähigkeit ermöglicht und den Körper nicht belastet. Der Blut-Glukose-Anstieg wird in Glyx (Glykämischer Index) zwischen 0-100 angegeben. Traubenzucker hat einen Glyx von 100, Zucker von 68-72 und Xylit hat einen Glyx von lediglich 7.
  • Xylit und Diabetiker: Xylit ist ein natürlicher Stabilisator für Insulin. Bei der Konsumation von Xylit kommt es nicht zu einer Spitze im Blutzucker. Xylit wird im Körper insulinunabhängig verstoffwechselt. Xylit ist daher ganz besonders für Menschen mit Diabetes geeignet.
  • Xylit gegen Karies: gehört zu den sogenannten mehrwertigen (Zucker)Alkoholen, zu welchen auch Mannit und Sorbit gehören. Xylit hat jedoch eine Eigenschaft, welche kein anderer Stoff aufweist: alle bisherigen wissenschaftlichen Studien haben gezeigt, dass viele Bakterien Xylit nicht verstoffwechseln und sich somit nicht von Xylit ernähren können. Als Folge davon verhungern sie. 

 

Welchen Nutzen hat dies nun für Sie? 

Zu den erwähnten Bakterien gehören die Streptococcus Mutans2, welche als hauptsächliche Verursacher von Karies und Plaque bekannt sind. Wenn Sie regelmässig kleine Mengen von Xylit (6 - 10 g/Tag) zu sich nehmen, können diese Bakterien nicht überleben und sie beugen Karies, Plaque und Zahnstein vor. Lesen Sie hierzu den Beitrag"Zuckeraustauschstoff gegen Karies".

Es gibt neuerdings in der Anti-Aging-Forschung einen wachsenden Konsens dahin gehend, dass die Beibehaltung eines niedrigen Insulinspiegels einer der Schlüssel für ein erfolgreiches Anti-Aging-Programm darstellt. Dank Einnahme von Xylit behalten wir einen niedrigen Insulinspiegel.

Xylit wird entweder aus Mais oder aus der Rinde von Laubbäumen gewonnen. Die überwiegende Mehrheit des Xylits aus Mais wird in China hergestellt. Ich habe mich für Xylit aus Baumrinde entschieden, nicht weil Mais schlechter ist, sondern weil mir Bäume sympathischer sind. Zudem gibt es keine genmanipulierten Laubbäume, womit dieses Thema ebenfalls „erledigt“ ist. Es wurden für Sie Hersteller ausgesucht, welche beste Qualität von Xylit herstellen und dazuausschliesslich Bäume aus nachhaltiger Forstwirtschaft verwenden. Das Ihnen hier angebotene Xylit stammt aus Birken- und Buchenrinde und wurde in Finnland hergestellt.

Süssen Sie mit gutem Gewissen und bestellen Sie HIER.

 

Birke_mit_blauem_Himmel.png

 

1 Die Hydrolyse (altgriechisch ὕδωρ hydor „Wasser“ und λύσις lýsis „Lösung, Auflösung, Beendigung“) ist die Spaltung einer (bio)chemischen Verbindung durch Reaktion mit Wasser (Brockhaus ABC Chemie, VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S. 562).

2 Streptococcus mutans ist eine Bakterienart aus der Gattung der Streptokokken (Streptococcus). S. mutans ist der Leitorganismus der Zahnkaries und bei fast jedem Menschen im Speichel vorhanden. Die Höhe der Konzentration von S. mutans im Speichel korreliert eng mit dem Kariesrisiko.( A Sharma et al.(2009): Dermatoglyphic interpretation of dental caries and its correlation to salivary bacteria interactions: An in vivo study In: JISPPD, Vol. 27, No. 1, S. 17–21 PMID 19414969 doi:10.4103/0970-4388.50811).